Unter den per Binnenschiff auf deutschen KanĂ€len, FlĂŒssen und Seen jĂ€hrlich beförderten rund 230 mio to Fracht (Statistik 2014) befinden sich auch gefĂ€hrliche GĂŒter wie z.B. Mineralöl, Mineralöl- Erzeugnisse, chemische Produkte usw.  Diese gefĂ€hrlichen GĂŒter können sowohl als Bulkladung in der Tankschiffahrt, als auch als StĂŒckgut in der Trockenfahrt befördert werden. Daneben werden auch große Mengen von containerisierter Fracht auf den Binnenwasserstraßen, insbesondere dem Rhein, befördert.
 


Die aus der Anfangszeit der Kanal- und Fluss- Schiffahrt herrĂŒhrende Schlepp- Schiffahrt ist heute nur noch Geschichte: Geschleppt wird nur noch in betrieblichen Ausnahmesituationen bzw bei besonderen BeförderungsfĂ€llen.
In der Kanal- und Fluss- Schiffahrt dominiert heute das Binnen- Motorschiff als sogenannter ‘Selbstfahrer’. Auf grĂ¶ĂŸeren Strömen sind auch Schub- und Koppel- VerbĂ€nde weit verbreitet.
Das gilt sowohl fĂŒr die Trocken- als auch die Tank- Schiffahrt.
  


Auf deutschen Binnenwasserstraßen gilt dabei unter anderem das Gefahrgut- Beförderungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Gefahrgutverordnung GGVSEB, welche neben anderen LandverkehrstrĂ€gern auch fĂŒr die Binnenschiffahrt gilt.

In der Binnenschiffahrt wird Gefahrgut nach den Regeln des aktuellen ADN (frĂŒher ADNR) (Accord europeen relatif au transport international de marchandises dangerouses par voie de navigation interieure (Rhin)), transportiert.
 


Daneben gelten die einzelnen Verkehrs- Vorschriften wie die Binnenschifffahrts- Straßenordnung (BinSchStrO), die Rheinschiffahrts- Polizeiverodnung (RheinSchPVO), die Moselschifffahrts- Polizeiverordnung (MoselSchPVO) und die  Donauschiffahrts- Polizeiverordnung (DonauSchPVO).

Binnenschiffe mit gefĂ€hrlicher Ladung - dazu gehören auch leere, nicht entgaste Tankschiffe - fĂŒhren zur Kennzeichnung ein, zwei oder drei blaue Kegel mit der Spitze nach unten. Nachts sind sie an einem, zwei oder drei blauen Rundumlichtern zu erkennen.

Binnenschiffe können auch in Seeschiffahrtsstraßen einfahren (z.B. auf den großen deutschen und niederlĂ€ndischen Strömen Elbe, Weser und Rhein) oder sich mit betrieblichen EinschrĂ€nkungen in der KĂŒstenfahrt bewegen.
 


FĂŒr die Beförderung gefĂ€hrlicher GĂŒter auf BinnenfĂ€hren (zum Übersetzen von mit gefĂ€hrlichen GĂŒtern beladenen Straßenfahrzeugen ĂŒber FlĂŒsse) gelten ergĂ€nzend zusĂ€tzliche Vorschriften.